Durch den Konkurs seines Arbeitgebers verlor Hans Beer seine Stelle als Werkmeister in einem mittelständischen Unternehmen. Voller Tatendrang gründete er eine eigene Firma, in der er gleichzeitig fünf Mitarbeitern wieder eine Anstellung bot. Er hatte eine Vision: die Herstellung und
Markteinführung von Hartmetallwerkzeugen, in denen er ein grosses Potenzial sah. Hartmetallwerkzeuge waren zu jener Zeit so gut wie unbekannt und wurden von der Metall verarbeitenden Industrie auch kaum akzeptiert. Die Messlatte für die junge Firma war hoch gesetzt. Der Einsatz von Hartmetallwerkzeugen für Zerspanungen war eine revolutionäre Idee. Erfahrungen bei der Herstellung waren keine vorhanden. Hans Beer setzte seinen unbändigen Willen und seine Durchsetzungskraft ein, um die junge Firma über Wasser zu halten. Er verfügte nicht nur über ein hohes Mass an Durchhaltewillen, sondern hatte auch geniale, technische Fähigkeiten. Seine Firma war in der Schweiz bald führend in der Herstellung. Immer mehr grosse Firmen mit klingenden Namen wie von Roll oder BBC setzten die Hartmetallwerkzeuge von Hans Beer ein.
Hans Beer erkannte, dass der Widerstand gegen den Einsatz der neuartigen Werkzeuge darin begründet war, dass diese auf herkömmlichen Schleifböcken nicht mehr nachgeschliffen werden konnten. Hans Beer hatte auch dafür eine Lösung: Nach aufwendigen Versuchen brachte er mit Erfolg die ersten Diamantschleifscheiben zum Schleifen von Hartmetall auf den Markt.
Hans Beer entdeckte einen neuen Markt für seine Werkzeuge: die Papierbearbeitung. Er entwickelte Hartmetall-Messer zum Schneiden von Papier. Hans Beer konnte für diese Entwicklung namhafte Hersteller von Maschinen für die Druckindustrie gewinnen. Heute ist dies ein grosser Teil der Aktivitäten der Firma HBS.
Damals hochmodern, ist er heute ein legendäres Relikt aus der Zeit des Kalten Krieges: Der Panzer 68. Für diesen, erstmals ganz in der Schweiz hergestellten Panzer entwickelte Hans Beer neuartige Wendeplatten-Werkzeuge, die für dieses Einsatzgebiet und Grösse absolut neuartig waren. Für die damalige Zeit war diese Entwicklung eine kleine Sensation.
Hans Beer setzte die bisher im Hartmetallbereich unbekannte Hochfrequenztechnik zum Erzeugen von Wärme für das Auflöten von Hartmetall ein. Auch an dieser Entwicklung tüftelte Hans Beer monatelang. Schliesslich schaffte er den Durchbruch. Die neue Technik wird bei HBS noch heute erfolgreich eingesetzt.
Die zweite Generation der Familie Beer tritt in die Fussstapfen des Firmengründers. Nachdem sich die älteren zwei Geschwister von Hanspeter Beer anders orientiert hatten, setzte der Vater die Hoffnungen für eine Nachfolge in seinen jüngsten Sohn. Zunächst lernte Hanspeter Beer bei seinem Vater Mechaniker. Das nachfolgende Studium an der HTL Basel verlieh ihm das betriebswirtschaftliche Rüstzeug für die Führung einer Firma, was den Vater ausserordentlich freute. Vier externe Jahre in einer Maschinenfabrik als Ingenieur festigten die Kenntnisse des Nachfolgers für die Herstellung und den Einsatz von Werkzeugmaschinen. Hans Beer, mittlerweile im Pensionsalter, erwartete seinen Sohn zurück in der Firma.
Ein neuer Zweig waren Werkzeuge für Erd- und Gesteinsbohrungen, die 1979 in das Fabrikationsprogramm aufgenommen wurden. Der Aufbau dieses Zweiges war eine echte, technische Herausforderung, macht heute aber einen grösseren Teil des Umsatzes der Firma HBS aus.

Die erste Bridgeport CNC-Maschine mit Paletten-Wechsel und 20 Werkzeugen wird erstmals in der Schweiz bei Hans Beer eingesetzt.
Mit der Übernahme durch Hanspeter Beer wird der Firmenname zu HBS, Hans Beer Starrkirch.
Als zweites Standbein wird der Geschäftsbereich HBS Personal Computer gegründet. Die Administration wie auch die Maschinensteuerung der ganzen Firma erfolgen nun IT-unterstützt auf der Basis einer Datenbank. Damit war der Automatisierungsgrad der Firma HBS für die damalige Zeit enorm hoch.
Erstmals in Europa wird bei der Firma HBS eine ANCA CNC-Schleifmaschine aus Australien zum Bearbeiten von Hartmetall eingesetzt. Die damals in Australien entwickelten CNC-Schleifmaschinen waren in Europa unübertroffen.
Produktion und Geschäftssitz werden nach Schönenwerd verlegt. Dank den neuen, geräumigen und hellen Räumen im ehemaligen Bally-Areal kann die Produktion von Hartmetallwerkzeugen weiter optimiert werden.
Eine flexible Fertigungszelle mit sechs Paletten und 80 Werkzeugen wird zum Bearbeiten eingesetzt. Diese Innovation ermöglicht es der Firma HBS, noch rascher und individueller auf Kundenwünsche einzugehen.
Umwandlung der Einzelfirma in eine AG. Übernahme aller Aktiven und Passiven in die neue Firma. Die Mitarbeitenden werden ebenfalls alle in die neue Firma übernommen. Auch die AG bleibt vollumfänglich im Besitz von Hanspeter Beer.
Inbetriebnahme der Brüniererei. Ab sofort werden auch Brünier-Lohnarbeiten entgegengenommen.
Inbetriebnahme der 5. Schneeberger Fünf-Achsen-Schleifmaschine. Schleifarbeiten an Werkzeugen können nun noch optimaler ausgeführt werden.